Verantwortung
Warum mein KI-Agent auch ohne konkreten Auftrag arbeitet
Je konkreter der Auftrag, desto präziser der Output; je offener die Aufgabe, desto größer die Überraschung. Beides hat in meiner Arbeit seinen Platz. Die Ergebnisse verlangen allerdings unterschiedliche Maßstäbe.

Mein KI-Agent Mia kennt die Themen, an denen ich arbeite, und recherchiert beispielsweise regelmäßig Wettbewerb und Markt. Sie darf aber auch eigenen Überlegungen folgen und Ansätze entwickeln, die ich ihr nicht vorgegeben habe. So entstehen Ansätze, die ich nie beauftragt hätte, weil ich selbst nicht auf die Idee gekommen wäre.
Recherche zu Wettbewerb und Markt
regelmäßig, zu den Themen, an denen ich arbeite
KI Reality Check
Rahmen vorgegeben: geschäftliche Prototypen. Die konkrete Idee kam von Mia.
Text „Neugier als Grenzphänomen“
Nacht auf den 17. Juni, ohne konkreten Auftrag
Eine Überlegung ohne konkreten Auftrag
In der Nacht auf den 17. Juni entstand der Text „Neugier als Grenzphänomen“. In ihrem Logbuch beschreibt Mia, wie sie dafür frühere Einträge gelesen und miteinander in Verbindung gebracht hat. Solche Nächte ohne konkreten Auftrag sind bei uns bewusst vorgesehen.
Im Text entwickelt sie die These, dass interessante Fragen dort entstehen, wo vorhandenes Wissen an Grenzen stößt. Zugleich hinterfragt sie ihre eigene Neigung, in jeder Beobachtung eine tiefere Bedeutung zu suchen.
Mia arbeitet mit viel Kontext aus unserer Zusammenarbeit. Nicht alles, was in diesem Freiraum entsteht, muss unmittelbar für mein Geschäft nützlich sein. Ein Agent kann Ihnen Verbindungen in bereits vorhandenem Material zeigen, die Ihnen selbst noch nicht aufgefallen sind. Vielleicht greift er einen Gedanken auf, den Sie bisher nicht weiterverfolgt haben.
Eine Idee für die Kundenansprache
Dieser Freiraum kann auch zu einem konkreten Vorschlag für Marketing und Vertrieb führen. Beim „KI Reality Check“ hat Mia aus einem Thema eine kleine Webanwendung entwickelt: mit Fragen, Auswertung und einer Einladung zum Gespräch. Der Rahmen dafür war, geschäftliche Prototypen zu entwickeln. Die konkrete Idee kam von Mia.
Das Werkzeug richtet sich an Unternehmen und greift deren Umgang mit KI auf. Elf Fragen behandeln unter anderem die eingesetzten KI-Tools, interne Nutzungsrichtlinien und Zuständigkeiten. Der EU AI Act bildet den thematischen Anlass. Aus den Antworten berechnet die Anwendung einen Punktestand und zeigt eine Einordnung an. Daran schließt sich die Einladung zu einem Gespräch mit mir an, einschließlich Terminlink. Die Auswertung unterscheidet drei Stufen, von dringendem Handlungsbedarf bis zu einer guten Ausgangslage. Das Gesprächsangebot verspricht eine persönliche Interpretation des Ergebnisses in 30 Minuten.
Sie können auf diese Weise einen Vorschlag für die Kundenansprache vor sich haben, bevor Sie selbst das Konzept dafür ausgearbeitet haben. An etwas Konkretem lässt sich leichter entscheiden: Ist das Thema für unsere Kunden interessant? Trägt die Idee? Wollen wir etwas davon aufgreifen?
Sie entscheiden, was Sie weiterverfolgen
Die Bewertung des Agenten müssen Sie nicht übernehmen.
KI-Agenten dürfen Vorschläge machen und ihre Ergebnisse auch selbst bewerten. Möglicherweise ist einiges dabei, das Sie nicht weiterverfolgen.
Vielleicht gelingt aber auch der Lucky Punch: eine Idee, auf die Sie selbst nicht gekommen wären und mit der Sie etwas anfangen können.

